Im Österreichischen Schneekar kurz vor dem Einstieg in den Stopselziehersteig (die rote Linie zeigt den ungefähren Verlauf der Route)

Zugspitze via Stopselziehersteig

Am 13. Oktober 2018 habe ich über den Stopselziehersteig bei traumhaften Wetter wieder einmal die 2962 m hohe Zugspitze, den höchsten Berg Deutschlands, bestiegen. Der Stopselziehersteig, oft auch „Stopselzieher Klettersteig“ genannt, ist ein relativ leichter Klettersteig der Schwierigkeit A/B. Die Tour ist aufgrund ihrer Länge (knapp 1740 Höhenmeter und 4 bis 6 Stunden Aufstiegszeit) und des hochalpinen Geländes dennoch nicht zu unterschätzen. Wegen der nordwestseitigen Lage muss bereits ab September mit harten Schneefeldern im oberen Bereich der Tour gerechnet werden. Neben dem obligatorischen Klettersteigset inklusive Steinschlaghelm ist auch die Mitnahme von Steigeisen absolut empfehlenswert.

Meine Aufstiegsroute auf die Zugspitze (hellblau), visualisiert in Google Earth
Meine Aufstiegsroute auf die Zugspitze (hellblau), visualisiert in Google Earth

Ausgangspunkt der Tour ist die Talstation (1228 m) der Tiroler Zugspitzbahn in Ehrwald. Von dort geht es zunächst Richtung Südosten immer den Wegweisern zur „Wiener-Neustädter-Hütte“ bzw. Zugspitze folgend. Der Weg ist durchwegs gut markiert. Durchs Gamskar (Weg 801) wird es dann zunehmend steiler, bis man den Seilbahnmasten in der Nähe der alten Mittelstation erreicht. Danach quert man mit wenig Höhengewinn überwiegend in Richtung Osten bis zur Wiener-Neustätter-Hütte auf 2209 m Seehöhe. Von dort geht es dann über das Österreichische Schneekar in knapp 15 Minuten zum Einstieg des Stopselziehersteigs.

Über den Stopselziehersteig gewinnt man schnell an Höhe, bis man schließlich den SW-Grat der Zugspitze erreicht, der zugleich ein Teil der Staatsgrenze zwischen Österreich und Deutschland ist. Anschließend folgt man dem Grat unschwierig bis zur  Seilbahnbergstation in Gipfelnähe. Auf den eigentlichen Gipfel der Zugspitze, den man sich meist mit vielen „nicht adequat ausgerüsteten“ Seilbahn-Touristen teilen darf, wird es dann kurz nochmals etwas steiler. Aufpassen muss man hier vor allem auf abgeschmierte und rutschige Felstritte.

In der folgenden Galerie findet ihr einige Fotos von meiner Besteigung.

Zurück ins Tal geht es entweder über den Aufstiegsweg, über das Gatterl (nochmals gut 6 Stunden Zeit dafür einplanen) oder ganz bequem mit einer Gondel der Tiroler Zugspitzbahn.

Die folgende interaktive Karte zeigt den GPS-Track (in roter Farbe) von meiner Besteigung am 13. Oktober 2018. Den GPS-Track im GPX-Format könnt ihr euch hier herunterladen.

 
Ein Topo der Tour und zusätzliche Details findet ihr auf bergsteigen.com.

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